Amtsfeuerwehr, Amt Burg (Spreewald)
 
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Ortswehr Burg (Spreewald) Dorf - Geschichte

Am 07. Juli 1881 gründeten die Burger Einwohner Hermann Klefeld, Samter Paul, Steffen Heinrich, Aron Adolf und Karl Miersch, die die erste Freiwillige Turner-Feuerwehr. Das bedeutete für die Burger Gemeinden und auch für die umliegenden Orte einen großen Fortschritt, denn die mit Stroh und Reet gedeckten, hölzernen Blockhäuser bargen bei der kleinsten Unachtsamkeit große Brandgefahren.

 

Die Bestätigung des Status „Freiwillige Feuerwehr“ durch die königliche Regierung erfolgte jedoch erst zwei Jahre später.

Ausgerückt wurde von einem alten Feuerwehrschuppen aus, zur Verfügung stand nur einfaches Löschwerkzeug wie Eimer, Axt, Schippe und ähnliches. Am 24. Mai 1882 wurde für 1100 Mark eine Handdruckspritze angeschafft.

 

Am 22. Oktober 1911 weihten die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Burg (Spreewald) das neue Spritzenhaus in der heutigen Bahnhofstraße ein. Der alte Feuerwehrschuppen wurde daraufhin meistbietend versteigert.

 

Im Jahre 1939 wurde in Deutschland, und damit auch in Burg (Spreewald), eine Pflichtfeuerwehr eingeführt. Dieser Pflichtfeuerwehr gehörten alle Männer bis 65 Jahre an. Alle anderen Männer wurden zum Wehrdienst eingezogen und standen somit für den Einsatzdienst nicht mehr zur Verfügung. Mit Kriegsende 1945 endete auch die Zeit der Pflichtfeuerwehr und es gab von diesem Zeitpunkt an wieder die Freiwillige Feuerwehr Burg (Spreewald).

 

Zehn Jahre nach Kriegsende, im Jahre 1955, wurde das Zentralkommando Burg (Spreewald) eingerichtet, was von da an zuständig war für die Ausbildung der Feuerwehrmänner, die Löschtechnik innerhalb der Feuerwehr Burg (Spreewald), sowie den vorbeugenden Brandschutz. 1960 wurde diese Organisationsform in die Wirkungsbereichsleitung umgewandelt und umfasste die Freiwilligen Feuerwehren der Orte Burg (Spreewald), Babow, Brahmow, Kunersdorf, Milkersdorf, Müschen, Papitz, Schmogrow, Ruben und Werben. Die Wirkungsbereichsleitung wurde mit dem Niedergang der DDR aufgelöst.

 

In den siebziger Jahren gehörte die Burger Wehr zusammen mit den Wehren aus Werben und Kolkwitz zum Brandschutzzug innerhalb des Katastrophenschutzes des damaligen Kreises Cottbus-Land.

 

Am 25. August 1972 begannen die Erweiterungsarbeiten am Gerätehaus in der Bahnhofstraße, denn am 1. Dezember wurde ein neues Löschfahrzeug (ein LF 8 – TS 8 – STA), ein Robur LO 1801 A in Dienst gestellt. Das in die Jahre gekommene Löschfahrzeug vom Typ „Granit“ wurde an das Kommando Feuerwehr der Stadt Cottbus abgegeben.

 

Im Jahre 1989 standen dann die Kameraden der Feuerwehr aufgrund der politischen Veränderungen vor der Frage: Was kommt jetzt?

 

Am 22.März 1990 erhielten die Löschgruppen der Ortsteile Kauper und Kolonie gebraucht erworbene Robur LO Fahrzeuge. Sie wurden anschließend mit Feuerwehrtechnischem Material und einem Tagkraftspritzenanhänger (TSA) ausgerüstet. Im Dezember konnte die FF Burg (Spreewald) vom Forstbetrieb Peitz ein TLF 16 auf IFA W 50 L/A erwerben.

 

Mit den politischen Veränderungen wurden auch die vorhandenen Strukturen der Feuerwehr im ehemaligen Bezirk Cottbus, die Wirkungsbereichsleitung, aufgehoben.

 

Aufgrund der steigenden Einsatzzahlen wurden bis zum Jahresende 1992 alle Einsatzfahrzeuge in Burg (Spreewald) mit Funkgeräten ausgerüstet. Für die FF Burg (Spreewald) wurde für die technische Rettung Schere und Spreizer beschafft. Diese wurden in einem umgebauten TSA- Hänger zur Einsatzstelle transportiert. Durch die Partnerschaft der FF Müschen zur FF Offheim konnte für die FF Burg (Spreewald) ein Opel Blitz aus den alten Bundesländern beschafft werden, der dann in Burg zum Hilfs- Rüstwagen umgebaut wurde.

 

In den Jahren 1994- 1999 wurden sechs weitere Löschfahrzeuge aus dem Landkreis Limburg an der Lahn, aufgrund der Partnerschaft Müschen – Offheim, für das Amt Burg beschafft.

 

Das vorerst letzte Fahrzeug war ein MB Rundhauber, der heute als Rüstwagen in der Feuer- und Rettungswache Burg (Spreewald) stationiert ist. Aufgrund dieser Beschaffung konnte der Opel Blitz zum Löschfahrzeug zurückgebaut werden.

 

Im November 2003 erhielt die FF Burg (Spreewald) ein gebrauchtes TLF 32 auf Tatra T 815 Pr 2 6x6 von der Werkfeuerwehr der Hauptfeuerwache der Vattenfall Europe Mining AG Schwarze Pumpe (Spree Neiße Kreis). Im darauf folgenden Jahr beschaffte der Träger des Brandschutzes ein Mehrzweckboot aus Aluminium für die Aufgaben der Feuerwehr. Damit sind die Zeiten des Einsatzes eines Schlauchbootes aus Zivilschutzbeständen der DDR zu Ende.